Zöliakie und Nachhaltigkeit

Ein Thema was mich schon seit längerem beschäftigt und über das ich auch schon länger einen Blogartikel schreiben wollte ist Nachhaltigkeit. Seit ich letztes Jahr eine Fastenkur gemacht habe, hat sich meine Einstellung zu vielen Dingen geändert. Ich merke das ich mir viel mehr Gedanken um mich und meine Umwelt mache. Meine Einstellung zu meinem eigenen Körper hat sich verändert, aber auch der Wunsch mehr für die Umwelt zu tun und nachhaltiger zu leben sind sehr wichtig für mich geworden.

Was mir aber regelmäßig Kopfzerbrechen bereitet, ist wie man Zöliakie und Nachhaltigkeit miteinander verbinden kann. Die Lebensmittel sind alle eingepackt, meistens in Plastik und teilweise sogar doppelt und dreifach. Das Problem der Kontamination wäre natürlich auch viel zu hoch, wenn die Lebensmitteln offen verkauft werden. Jedoch Brot zuerst in Plastik und dann noch in Papier einzupacken, empfinde ich als sinnlos.

Es erschreckt mich einfach immer wieder, wie viel Müll ich pro Woche verursache nur weil die Lebensmittel alle verpackt sind. Das schlimmste daran ist, dass wir auch so gut wie keine andere Möglichkeit haben. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin sehr dankbar das es mittlerweile so viele glutenfreie Produkte gibt, trotzdem wird der Müll immer mehr zum Problem. Deshalb bin ich ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, den Müll zu vermeiden und habe für mich schon ein paar einfache Gewohnheiten gefunden, wie ich einen kleinen Beitrag leisten kann um die Umwelt zu schonen.

Viele dieser Gewohnheiten haben nichts mit Zöliakie zu tun weil es einfach irrsinnig schwer ist, hier verpackungsfreie Alternativen zu finden. Deshalb musste ich in anderen Bereichen versuchen bessere Maßnahmen zu finden um meinen Alltag etwas umweltfreundliche zu gestalten. Ich habe euch hier ein paar Tipps zusammengeschrieben. Diese lebe ich mittlerweile regelmäßig und sie helfen mir mein Gewissen etwas zu beruhigen und nachhaltiger zu leben:

Brot und Gebäck selber backen

Ich versuche so oft wie möglich selber zu backen. Erstens bin ich ein großer Fan von selbst gemachten Backwaren, denn da weiß ich was enthalten ist und kann die Lebensmittel verwenden die mir gut tun. Zweitens ist es meistens viel billiger. Glutenfreies Brot ist eine teure Angelegenheit vor allem wenn man jeden Tag Brot isst. Eine Packung Buchweizenmehl und trocken Hefe kosten meistens nur die Hälfte, da kann man schon einiges sparen.

Das einzige Manko ist vielleicht die Zeit, die man aufwenden muss. Aber es gibt mittlerweile so viele einfache Rezepte, die in weniger als einer halben Stunde (exkl. Backzeit – aber da kann man sowieso wieder machen was man will) fertig sind. Ein einfaches Rezept für mein Buchweizenbrot geht übrigens nächste Woche online. Da gibt’s dann wirklich keine Ausreden mehr. 😉

Glasgeschirr verwenden

Seit einiger Zeit verwende ich hauptsächlich Gasbehälter zum Aufbewahren von Lebensmitteln. Marmeladegläser, Gurkerlgläser und Gläser von anderen Konserven landen bei mir nicht im Müll, sondern werden ausgewaschen und wiederverwendet.

Falls ich dann einmal richtige Aufbewahrungsboxen zum Mitnehmen von Speisen brauche, kaufe ich ausschließlich Glasbehälter. Das Praktische daran ist, dass man diese oft auch in das Backrohr, ins Tiefkühlfach und zum Aufwärmen nehmen kann und nicht extra schauen muss, ob das Geschirr für eines dieser Dinge tauglich ist. Glas ist außerdem nicht viel schwerer wie Plastikboxen und sie nehmen keinen Geruch oder Geschmack an. Die meisten Gläser halten einiges aus und sind aus dickerem Glas, damit man nicht viel mehr aufpassen muss.

Stoffsackerl zum Einkaufen verwenden

Ebenfalls ein genereller Tipp, einfach statt einem Plastiksackerl im Supermarkt, die eigene Stofftasche verwenden. Ich habe eigentlich immer ein Stoffsackerl in meiner Handtasche und muss beim Einkaufen nie auf ein Plastiksackerl zurück greifen. Außerdem sehe ich es nicht ein für etwas umweltbelastendes auch noch Geld zu bezahlen. Ganz selten greife ich auf Papiertragetaschen zurück wenn ich mal wirklich nichts dabei habe, jedoch nehme ich hier wenn, auch nur Papier.

Das Thema Nachhaltigkeit liegt mir wirklich sehr am Herzen und ich versuche durch kleine Schritte ein bisschen was zur Umweltschonung beizutragen. Natürlich handle ich auch nicht immer Nachhaltigkeit, aber ich glaube es kommt auf die kleinen Dinge an und jeder kann einen kleinen Beitrag leisten. Vor allem wenn man sowieso, auf Grund einer Krankheit, teilweise einfach auf die vorhanden Lebensmittel zurück greifen muss, kann man bei anderen Bereichen versuchen die Umwelt zu schonen.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.