Unendliche Weite Australiens

Obwohl die Tage im Outback mittlerweile schon wieder fast eine Woche her sind, kann ich immer noch nicht glauben wirklich dort gewesen zu sein. Mit dem Besuch beim Uluru ging ein großer Traum für mich in Erfüllung und diese drei Tage gehören jetzt schon zu den Highlights der ganzen Reise.

Leider verlief die Planung dieses Trip ganz und gar nicht so wie geplant. Auf Grund der extrem abgeschiedenen Lage wussten wir zuerst nicht wie wir das rote Zentrum am besten erreichen sollten. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Auto, Camper, Bus, Flugzeug oder Zug. Irgendwann waren wir sogar schon so weit, dass wir überlegten diesen Ausflug komplett fallen zu lassen. Transport und Unterkunft dort sind einfach sehr teuer und haben ein extremes Loch in unser Reisebudget gerissen.

Ich bin so froh, dass wir uns davon aber nicht abhalten haben lassen! Australian war für mich halt immer die rote Wüste im Zentrum und nicht schöne Strände und Meer. Irgendwie hätte es sich somit nicht so angefühlt Australien gesehen zu haben, ohne einem Besuch im Outback.

Wir haben uns schließlich für die Flugvariante entschieden. Ursprünglich wollten wir bereits Anfang Oktober mit dem Flugzeug von Sydney oder Melbourne zum Ayers Rock Flughafen fliegen. Da wir dabei aber ziemlich spät dran waren, gab es nur mehr Flugtickets aber keine freien Zimmer im Hostel. Deshalb wurde der Plan dann nochmal verschoben und wir flogen von Cairnes zum Ayers Rock Flughafen.

Auf Grund der kurzen Zeit im Zentrum entschieden wir uns nicht in Alice Springs zu landen. Alice Springs liegt nämlich noch einmal 6 Stunden vom Uluru Nationalpark entfernt. Für 3 Tage Aufenthalt definitiv zu weit. Leider konnten wir deshalb auch den Kings Canyon nicht besuchen, doch irgendetwas müssen wir uns ja für einen weiteren Besuch in Australien sparen.

Ich hätte mir ehrlich gesagt nie gedacht, dass mir das rote Zentrum so gut gefallen wird. Trotz der extremen Hitze – teilweise hatte es 38 Grad – war ich einfach nur begeistert und fasziniert. Ich finde es jetzt auch extrem schade, dass wir Alice Springs nicht gesehen haben und uns gegen eine Fahrt mit dem Auto ins rote Zentrum entschieden haben. Wir wussten einfach nicht was uns dabei erwartet und da ich eine extreme Angst vor Schlangen habe, wusste ich nicht wie wohl ich mich dort fühle. Von Schlangen oder Spinnen war übrigens nichts zu sehen, nur kleine Eidechsen flitzen vor uns herum.

Gleich nach unserer Ankunft ging es für uns als erstes in den Nationalpark. Die Temperaturen um 10 Uhr vormittags waren fürs Outback noch richtig angenehm mit 24 Grad. Deshalb ging es für uns gleich mal zu den Olgas. Die Olgas oder Kata Tjuta sind weniger bekannt wie der Uluru aber deshalb nicht weniger schön und faszinierend. Wir gingen die Hälfte des Valley of Winds Walk und bekamen einen ersten Eindruck vom Outback. Danach hieß es für uns erstmal in die Unterkunft fahren und uns stärken.

In der Nähe des Ulurus gibt es das Ayers Rock Resort, in dem eigentlich alle Touristen hier schlafen. Ansonsten gibt es in unmittelbarer Nähe keine Unterkünfte (mehr). Das Ayers Rock Resort ist ein kleines Dorf. Es gibt 6 unterschiedliche Unterkünfte, vom Campingplatz, Hostel bis zum Luxushotel ist alles dabei. Außerdem gibt es einen kleinen Dorfplatz mit Lokalen, Geschäften und einem Supermarkt.

Wir entschieden uns für eine der günstigsten Varianten, zwei Betten im Vierbettzimmer im Hostel. Wir hatten aber riesiges Glück und das Mehrbettzimmer, beide Nächte nur für uns. Mit den beiden Stockbetten erinnerte es uns an die Zimmer einer Jugendherberge.

Am zweiten Tag stand dann das eigentlich Highlight unseres Aufenthalts hier am Programm: der Uluru. Täglich um 8 Uhr in der Früh startet eine gratis Führung entlang des Ulurus. Man bekommt viele Informationen über die Tiere, die Pflanzen und die Geschichte der Aborigines. Diese Führung kann ich jedem nur empfehlen!

Danach ging es für uns auf den Base Walk. Der fast 11 Kilometer lange Weg umrundet den Uluru. Dabei ist man teilweise ganz nah und kann den Uluru berühren und dann ist man wieder ein schönes Stückchen weg. Trotzdem ist es einfach faszinierend und die Blicke auf den roten Felsgiganten sind einmalig. Nach ungefähr 3 Stunden und ziemlich erledigt, kamen wir wieder beim Auto an. Die Temperatur zeigte mittlerweile 38 Grad an und wir flüchtete ins klimatisierte Auto.

Nach der Wanderung rasteten wir uns erst einmal aus. Wir gingen essen und entspannten im Zimmer. Abends fuhren wir dann noch zum zweiten Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang. Dieses Mal war es leider nicht so spektakulär wie beim ersten Mal.

Am dritten Tag ging es dann schon wieder nach Hause. Es hieß früh aufstehen, denn wir wollten uns noch den Sonnenaufgang anschauen. Dieses Mal wurde der Uluru leider ebenfalls nicht so wunderschön beleuchtet, trotzdem war der Sonnenaufgang das Schlafdefizit wert.

Auch wenn wir nur einen so kleinen Teil vom Outback gesehen haben, bin ich wirklich begeistert. Eine einmalige Erfahrung und eine weitere unglaublich wertvolle Erinnerung an diese Zeit.

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