Meine Tipps für Reisen mit Zöliakie

Urlaub New York

Der Urlaub sollte eigentlich die schönste Zeit des Jahres sein, mit Zöliakie ist das Reisen aber oftmals schwierig und gehört gut geplant. Auch ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, wie ich meine Urlaube plane, worauf ich achte und was ich mitnehme. Deshalb kommt heute ein Beitrag in dem ich euch meine Erfahrungen schildere und ein paar Tipps gebe, wie das Reisen trotzdem sehr gut funktionieren kann.

Grundsätzlich kann ich sagen, es kommt immer darauf an, wo man hinreist. Das ist zwar keine sehr befriedigende Antwort, jedoch ist es leider so. Es gibt immer noch Regionen oder Länder, wo man eigentlich nichts glutenfreies findet. Hier ist „glutenfrei“ oder „Zöliakie“ ein echtes Fremdwort und in Supermärkten finden man gar nichts. Dafür gibt es andere Länder wo glutenfreie Ernährung gar kein Problem ist und sich die Leute noch besser auskennen als in Österreich oder Deutschland.

Meine Tipps

1. Recherche im Internet

Nachdem ich mich für ein Reiseziel entschieden habe, beginnt für mich die Recherche im Internet. Ich erkundige mich über glutenfreie Lokale, Hotels und Supermärkte. Es gibt dazu schon so viele Internetseiten, Foren, Blogs… Am Liebsten greife ich auf lokale Blogs zurück. Leute die in dieser Stadt oder dem Land leben, wissen normal am besten Bescheid und können einem hier wirklich viele Infos geben.

2. glutenfreie Hotels

Mittlerweile gibt es viele Hotels, die Speisen für Allergiker anbieten. Wenn ich einen richtigen Sommerurlaub machen möchte mit Strand, Meer und Relaxen, dann buche ich vorzugsweise ein Hotel, das extra glutenfreies Essen anbietet. Ich möchte hier einfach kein Risiko eingehen und vor einem rießigen Buffet stehen, von dem ich nichts essen darf.

Bei Städtereisen achte ich nicht extra darauf. Ich nehme meistens das Frühstück und Abendessen nicht dazu, weil ich lieber auswärts esse. Hier hat man dann die freie Auswahl und kann selbst entschieden wo man hingehen möchte. Bis jetzt hatte ich auch noch in keiner Stadt, ein Problem glutenfreie Produkte zu finden.

3. Was ich immer mitnehme

Ich nehme immer glutenfreie Produkte mit und verlasse mich nie auf das Angebot vor Ort. Am schwierigsten ist es ein glutenfreies Frühstück oder einen glutenfreien Snack zu finden. Deshalb habe ich zumindest für die ersten Tage immer ein glutenfreies Brot mit. Hier nehme ich gerne ein einzeln abgepacktes Brot, wie das Brot von Spar FreeFrom oder ein Brot von Alnavit. Das nimmt dann nicht viel Platz weg und wenn man es nicht braucht, kann man es problemlos wieder mit nach Hause nehmen.

Des weiteren mische ich mir meistens selber ein Müsli zusammen. Ich verwende hier gerne glutenfreie Haferflocken, Reisflocken und Leinsamen. Also wirklich alles was ich zuhause habe. Für den Tag packe ich dann immer noch ein paar Müsliriegel oder Kekse ein. Falls ich wirklich nirgends etwas finden sollte, habe ich dann immer etwas dabei. Wobei ich bis jetzt noch nie wirklich, gar nichts glutenfreies gefunden habe. Meine Ausweichprodukte sind aber oft auch Obst oder Nüsse.

4. Habt keine Angst vor Fragen 

Generell sind die Leute in touristischen Gebieten immer sehr nett und hilfsbereit. Es gibt kaum ein Lokal das nicht eine schnelle Alternative anbieten kann. Es geht halt hauptsächlich darum, wo ihr essen gehen wollte. In teureren Restaurants bekommt man eigentlich immer etwas wenn man fragt. In einem kleinen, ursprünglichen Lokal hat man vielleicht Pech. Es ist wirklich immer wichtig, einfach zu fragen und Notfalls geht man ein Stückchen weiter und findet dann das perfekte Lokal.

5. Nehmt für die Zeit am Flughafen unbedingt etwas mit

Ich bin schon einige Male am Flughafen gestanden und hatte dort einfach gar keine Möglichkeit etwas glutenfreies zu finden. Läuft alles ganz normal, ist es kein Problem 4-5 Stunden ohne Essen auszukommen, hat der Flieger jedoch Verspätung wird es kritisch. Deshalb habe ich bei der Hinreise immer ein glutenfreies Weckerl und Obst mit.

Übrigens bieten viele Airlines auf Vorbestellung glutenfreis Essen an. Bei Langstreckenflügen zahlt es sich auf jeden Fall aus, vorher bei der Airline anzufragen und sich sein Essen reservieren zu lassen.

6. Lasst euch die Freude am Urlaub nicht verderben

Der vielleicht wichtigste Punkt ist, sich einfach nicht die Stimmung verderben zu lassen. Genießt den Urlaub und lasst euch nicht von der Unverträglichkeit verunsichern. Oft gibt es in den Ländern wo man am wenigsten damit rechnet, die besten Möglichkeiten für Zöliakiebetroffene. Man muss einfach offen für Neues sein.

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