Glutenfrei auf Weltreise

Weltreise

Schon vor meiner Zöliakie Diagnose bin ich viel gereist. Fremde Länder und andere Kulturen haben mich immer schon fasziniert. Ich finde Reisen ist ein wunderbarer Weg sich selbst besser kennen zu lernen und ein toller Weg seinen Horizont zu erweitern.

Nach meiner Diagnose vor ungefähr 10 Jahren wollte ich diese Leidenschaft nicht aufgeben. Für mich ist Reisen ein wichtiger Teil meines Lebens. Schon lange träumte ich davon die Welt für einen längeren Zeitraum zu entdecken. Meinen Ehemann musste ich nicht lange von dieser Idee überzeugen und so kam es, dass wir Ende Mai unsere Weltreise starteten.

Bei der Planung machte ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken ob so etwas mit Zöliakie überhaupt möglich sei. Erst als ich immer wieder von anderen die Frage gestellt bekam, ob ich den keine Angst hätte nichts zu essen zu finden, begann ich zu überlegen. Aber ich kann diese Frage ganz klar mit einem NEIN beantworten. Ich hatte nie Angst, dass Zöliakie meine Reiselust in irgendeiner Weise einschränken könnte.

Zuhause zu bleiben und nur von so einer Reise zu träumen, wäre nie eine Alternative gewesen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, was ich alles verpasst hätte, wenn ich diese Reise nicht machen würde. Wie viele tolle Momente, Eindrücke und auch wie viel gutes Essen ich nie probiert hätte. Unvorstellbar für mich!

Das Wichtigste was ich gelernt habe ist, sich einfach vorab zu informieren. In Ländern wie Amerika, Australien und Neuseeland sollte glutenfreie Ernährung generell kein großes Problem sein. Wer ein bisschen erfinderisch ist und gerne selber kocht, der wird im Supermarkt genug glutenfreie Produkte finden.

Meistens habe ich das Gefühl, dass sich alle anderen viel mehr Gedanken machen als die eigentlich Betroffenen. Ich habe mich eigentlich recht schnell mit diesem neuen Lebensstil arrangiert. Ich bin einfach dankbar für die vielen Lebensmittel die ich noch essen kann und es gibt so viele Möglichkeiten sich glutenfrei zu ernähren abseits von Brot und Nudeln. Wenn ich mal keine Nudeln finde, esse ich halt Reis. Wenn ich kein Brot finde, gibt es Reiswaffeln. Wenn ich keine Müsliriegel habe, esse ich eine Banane oder Nüsse.

Genau deshalb bin ich, glaub ich auch mit so wenig glutenfreiem Gepäck in meine Reise gestartet. Ich hatte gerade mal ein Brot für die ersten Tage und Müsliriegel mit. Das wars – für eine neun monatige Reise! Ich hatte einfach ein großes Vertrauen, dass es in den Großstädten genug gibt um meine Vorräte für abgelegenere Gebiete aufzufüllen.

Nach fünf Monaten kann ich sagen, dass es auch mir passiert ist, dass ich etwas glutenhaltiges erwischt habe. Das war jedoch war die Ausnahme. Trotz dieser kleinen Rückschläge, werden immer die schönen Momente dieser Reise überwiegen. Ich möchte, dass sich keiner von Zöliakie aufhalten lässt, irgendwo hinzureisen. Zu Reisen und neues zu entdecken ist einfach zu schön und zu wertvoll!

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe Lisa, schön zu hören, dass du dich trotz dieser Diagnose nicht einschränken lässt. Leider sieht es bei mir anders aus, da ich seit ich vor ein paar Monaten die Diagnose erhalten habe, total demotiviert bin meine nächste Reise zu planen. Für mich war das fremde Essen immer ein wichtiger Teil um ein Land und seine Kultur kennenzulernen. Mich frustriert es sehr, dass dies nun nicht mehr möglich ist. Besonders weiß ich gar nicht wie man das angeht. Wie hast du es auf Bali gemacht? Wie hast du dich mit den Einheimischen auseinandersetzt, um sicher zu gehen, dass du nichts falsches zu dir nimmst? Oder muss man einfach komplett auf Streetfood und co verzichten und nur noch in die Touri-Restaurants gehen? Ich empfinde es als reiselustige Backpackerin, die immer low budget gereist ist, als echt schwierig. Dennoch möchte ich mir meine Leidenschaft für die Ferne und für das Reisen eigentlich auch nicht nehmen lassen. Vielleicht kannst du mir ja mal ein paar Tipps geben, wie du es gemacht hast bzw. handhabst. Liebe Grüße, Kim

    1. Hallo Kim, bitte entschuldige meine späte Antwort, ich habe deine Nachricht erst jetzt gesehen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen und meine Einstellung war nicht immer so locker. Anfangs machte ich mir auch große Sorgen und die ersten Reisen waren immer mit sehr viel Planung und Sorge verbunden.
      Bali war definitiv die schwierigste Zeit für mich. Die Einheimischen haben leider kaum eine Ahnung was Zöliakie oder Gluten ist und auf Grund der Sprachprobleme, viele Kellner können nur sehr wenig Englisch, kann es schon manchmal sehr schwierig werden. Ich habe mich dort zum Großteil von Smoothies, Obst, Gemüse und Reis ernährt. Ich habe immer die Sauce abbestellt und einfach nur gebratenes Gemüse mit Reis gegessen. Das hat meistens sehr gut geklappt und falls das ein Problem war sind wir ins nächste Lokal gegangen. Buffets und Streetfood kann ich dir nicht empfehlen und ja leider ist der sicherste Weg meistens ein Touristenlokal, dass natürlich dann ganz schon teuer sein kann… Ich würde gerade für den Asiatischen Raum ganz viel Lebensmittel mitbringen. Glutenfreies Brot, Nudeln und Müsli sind Mangelware und wenn kann man sich nicht wirklich verlassen, dass es wirklich glutenfrei ist.
      Ich kann dir aber sagen mit ein bisschen Vorbereitung klappt das Reisen richtig gut und du solltest dir von der Diagnose nicht die Lust verderben lassen. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen, ganz liebe Grüße Lisa!

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